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Wegbeschreibung

 

Saurier-Station:

- Pflasterzahnsaurier Placodus

- Urlurch Mastodonsaurus

- Schildkröte Proganochelys

 

 

 

Keuperlehrpfad Aspach

 

Wegbeschreibung

Weglänge: ca. 9 km, Gehzeit: ca. 3 Stunden

Der Weg ist mit kleinen Hinweistäfelchen mit der Aufschrift: „Geologischer Pfad“ ausgeschildert. Die Hauptstrecke beginnt am Wanderparkplatz am nördlichen Ortsrand von Rietenau in der Heiligentalstraße. Der Weiherstraße folgend, biegt man nach ca. 250 m nach links in den Erlenweg ab. Von dort sind es noch ca. 700 m bis zur Saurier-Station an den Fischteichen mit Informationstafeln zur Geologie Südwestdeutschlands, der Backnanger Bucht und den Lebewesen der Keuper- und Muschelkalkzeit. Drei Steinskulpturen aus Muschelkalkgestein (Pflasterzahnsaurier Placodus, Urlurch Mastodonsaurus und Urschildkröte Proganochelys) vermitteln einen lebensnahen Eindruck der damaligen Tierwelt.

Von der Saurier-Station führt nun der Weg weiter nach Norden, dem bachaufwärts folgenden Kohlklingensträßchen. Geologisch befindet man sich vom Ausgangspunkt bis zum beginnenden Waldrand im Gipskeuper. Der nun etwas steiler werdende Weg führt an der nur undeutlich ausgebildeten Schilfsandsteinstufe über Fließerden, die in der letzten Eiszeit (Würmeiszeit vor ca. 20.000 bis vor ca. 10.000 Jahren) entstanden sind, bis zur Kieselsandsteinverebnungsfläche der Forstebene. Von der Forstebene gibt es die Möglichkeit, über das Königsträßle über die Stationen Untere Bunte Mergel, Neckar-Jagst-Furche und dem Hohlweg im Gipskeuper eine stark verkürzte Form des Keuperlehrpfades (Alternativstrecke) einzuschlagen, die wieder zurück zum Parkplatz nach Rietenau führt (Streckenlänge: ca. 5 km).

Am Anfang des steil ansteigenden Heuwegs befinden sich die Schichten der Oberen Bunten Mergel, die stellenweise stark durchfeuchtet sind. Entlang des Heuwegs sind zwei alte Steinbrüche mit Besonderheiten des Stubensandsteins aufgeschlossen: Dort wurden der sehr harte Fleins-Sandstein und der Krustenkalk, der in einem wüstenartigem Klima entstanden ist, abgebaut.

Nach Erreichen der asphaltierten Hochstraße ist eine weitere Alternativstrecke über den herrlichen Aussichtspunkt ins Murrtal, Bucheich, zurück über das Königsträßle oder das Kohlklingensträßchen nach Rietenau möglich (Streckenlänge: ca. 8 km).

Wer den gesamten Keuperlehrpfad erwandern möchte, überquert nun die Hochstraße nach Norden auf einem Trampelpfad bis zum ehemaligen Stubensandsteinbruch, der rekultiviert wurde (Aufforstungen und Feuchtbiotop). In diesem Bereich ist der lockere Stubensandstein aufgeschlossen, der früher zum Fegen von Holzfußböden verwendet wurde und der der ganzen geologischen Formation den Namen gab.

Vom aufgelassenen Stubensandsteinbruch folgt man nun der Hochstraße in westlicher Richtung. Nach ca. 700 m zweigt an der Tafel „Junge und alte Flusssysteme“ der Weg nach links ab. Eine weitere Information zum Stubensandstein am abwärts verlaufendenden Wartesteinbruchweg ergänzt die Informationen zu diesem Abschnitt.

Beim weiteren Abstieg durch das sich anschließende Heiligental kommen in kurzer Folge Aufschlüsse der Oberen Bunten Mergel und des Kieselsandsteins zum Vorschein. Weitere Stationen zu Quellhorizonten machen die Bedeutung des Keuperberglandes für die Wasserversorgung für die Natur und die Menschen deutlich.

Mit dem Übergang aus dem Wald in den Gipskeuper wird das Heiligental weiter und breiter. Durch Lösungsprozesse und Auslaugungen der Gipsvorkommen im Untergrund entstehen Erdfälle (Dolinen), die durch eine Hinweistafel gekennzeichnet sind.

Die gesamte Backnanger Bucht, wie auch die Ausläufer des Keuperberglandes sind von einer fruchtbaren Löss-Schicht überdeckt, die als staubfeines Material während der letzten Eiszeit durch Staubstürme aus der Oberrheinischen Tiefebene in den Gäulandschaften abgelagert wurde.

Die außerhalb des Keuperlehrpfades befindliche Station am Ortseingang von Allmersbach am Weinberg (von Großaspach kommend) erinnert an die im Jahre 1969 durchgeführte Tiefbohrung  (Bohrtiefe: 721 m).

 

Die "Saurier-Station" bei den Fischteichen im Forstbachtal bei Rietenau

           Links: Pflasterzahnsaurier            Bildmitte: Urlurch            rechts: Schildkröte        

 

            Pflasterzahnsaurier Placodus:  Placodus muss eher seinem Lebensraum, dem Meer

            der Muschelkalkzeit zugeordnet werden.

             

            Urlurch Mastodonsaurus:  Das in der Saurierstation dargestellte Exemplar eines

            Mastodonsaurus entspricht ganz und gar nicht dem Lebensbild der heutigen

            Vorstellungen über das Aussehen der Urlurche. Die Abbildung in der vorhandenen

            Bildtafel ist aussagekräftiger.

      

            Schildkröte Proganochelys: Proganochelys  hat wohl nie die Größe der in der

            Saurierstation dargestellten Schildkrötenskulptur erreicht. Der bei Trossingen

            gefundene Panzer einer Proganochelys  hatte lediglich eine Länge von 50 cm.

            Die Schildkröten-Skulptur zeigt ein wirklichkeitsnahes Bild von Proganochelys.  

 

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